Windows-Treibermodell (wdm)

Definition - Was bedeutet Windows Driver Model (WDM)?

Das Windows-Treibermodell (WDM) ist ein Treiberframework oder eine Treiberarchitektur, die den Quellcode mit Windows 98, 2000, Me, XP und allen späteren Microsoft Windows-Versionen, dh allen 32-Bit-Versionen von Windows, kompatibel macht. WDM wurde entwickelt, um "VxD" zu ersetzen, die Treibertechnologie, die in früheren Versionen wie Windows 3.1, Windows 95 und Windows NT verwendet wurde.

Wird auch als Win32-Treibermodell bezeichnet.

Technische.me erklärt Windows Driver Model (WDM)

Mit weniger benötigtem Quellcode ist das Windows-Treibermodell effizienter als VxD und standardisiert die Codeanforderungen. WDM-Treiber sind jedoch nicht abwärtskompatibel mit Windows-Versionen vor Windows 98, z. B. Windows 3.1, 95 und NT 4.0 oder Versionen, die älter sind als das Betriebssystem, für das sie ursprünglich geschrieben wurden. WDM ist vorwärtskompatibel mit späteren Versionen. Ein Problem, das dadurch entsteht, ist, dass neue Betriebssystemfunktionen möglicherweise mit Treibern funktionieren, die für frühere Betriebssystemversionen geschrieben wurden.

WDM-Treiber werden in drei Typen eingeteilt:

  1. Funktionstreiber werden für ein bestimmtes Gerät geschrieben, z. B. einen Drucker
  2. Bustreiber sind für gängige Busse wie PCI, SCSI und USB vorgesehen und für Buscontroller, Adapter oder Bridge ausgelegt (und Softwareanbieter können ihre eigenen Bustreiber erstellen).
  3. Filtertreiber, bei denen es sich möglicherweise um Nicht-Gerätetreiber handelt. Wenn sie jedoch ein Gerät aktivieren, erhöhen sie den Wert eines bestimmten Geräts oder mehrerer Geräte oder ändern dessen Funktionsweise.

Sowohl WDM-Treiber als auch VxD-Treiber funktionieren mit Windows 98-Betriebssystemen (Windows 98, Windows 98 Second Edition und Windows Me). Normalerweise erlauben die WDM-Treiber jedoch mehr Funktionen, z. B. kann eine TV-Tunerkarte Bilder mit höherer Auflösung aufnehmen.

Entwickler von Treibersoftware hatten eine Reihe von Kritikpunkten am WDM, darunter:

  • Dass es sehr komplex zu verstehen ist.
  • Die Interaktionen mit Plug-n-Play- und Energieverwaltungsereignissen sind schwierig.
  • Das Abbrechen von E / A-Anweisungen (Eingabe / Ausgabe) ist sehr problematisch.
  • Jeder Treiber benötigt Tausende von Zeilen Support-Code.
  • Es gibt keine technische Unterstützung für das Schreiben von reinen "Benutzermodus-Treibern" (angepasste Treiber für spezielle Zwecke).
  • Die Dokumentation und Beispieltreiber sind von fragwürdiger Qualität.

Aufgrund dieser Probleme veröffentlichte Microsoft einen Ersatz für WDM mit dem Namen "Windows Driver Foundation" in zwei Versionen: "Kernel-Mode Driver Framework" (KMDF) ist für Windows 2000 und Windows XP; und "User-Mode Driver Framework" (UMDF) ist für Windows XP und spätere Versionen.