Wellenlängenmultiplex (wdm)

Definition - Was bedeutet Wellenlängenmultiplex (WDM)?

Wellenlängenmultiplex (WDM) ist eine Technologie oder Technik, die zahlreiche Datenströme, dh optische Trägersignale mit unterschiedlichen Wellenlängen (Farben) von Laserlicht, auf eine einzelne optische Faser moduliert. WDM ermöglicht die bidirektionale Kommunikation sowie die Multiplikation der Signalkapazität.

WDM ist eigentlich Frequenzmultiplex (FDM), bezieht sich jedoch auf die Wellenlänge des Lichts im Gegensatz zur Lichtfrequenz. Da jedoch Wellenlänge und Frequenz eine umgekehrte Beziehung haben (kürzere Wellenlänge bedeutet höhere Frequenz), beschreiben die Begriffe WDM und FDM tatsächlich dieselbe Technologie - Licht in optischen Kabeln, die zum Übertragen von Daten und Kommunikationssignalen verwendet werden.

Technische.me erklärt Wavelength Division Multiplexing (WDM)

Wellenlängenmultiplexsysteme können Signale mit Multiplexen kombinieren und mit einem Demultiplexer aufteilen. Und mit dem richtigen Glasfaserkabel können beide gleichzeitig ausgeführt werden. Darüber hinaus können diese beiden Geräte auch als Add / Drop-Multiplexer (ADM) fungieren, dh gleichzeitig Lichtstrahlen hinzufügen, andere Lichtstrahlen fallen lassen und zu anderen Zielen und Geräten umleiten. Früher wurde eine solche Filterung von Lichtstrahlen mit Etalons durchgeführt, Geräten, die als Fabry-Pérot-Interferometer bezeichnet wurden, unter Verwendung von dünnfilmbeschichtetem optischem Glas. Die erste WDM-Technologie wurde Anfang der 1970er Jahre konzipiert und Ende der 1970er Jahre im Labor realisiert. Diese kombinierten jedoch nur zwei Signale und waren viele Jahre später immer noch sehr teuer.

Ab 2011 können WDM-Systeme 160 Signale verarbeiten, wodurch ein 10-Gbit / s-System mit einem einzelnen Glasfaserleiterpaar auf mehr als 1.6 Tbit / s (dh 1,600 Gbit / s) erweitert wird.

Typische WDM-Systeme verwenden Single-Mode-Glasfasern (SMF). Dies ist eine optische Faser für nur einen Lichtstrahl mit einem Kerndurchmesser von 9 Millionstel Metern (9 um). Andere Systeme mit Multimode-Glasfaserkabeln (MM Fiber; auch als Premises-Kabel bezeichnet) haben Kerndurchmesser von etwa 50 um. Standardisierung und umfangreiche Forschung haben die Systemkosten erheblich gesenkt.

WDM-Systeme sind nach Wellenlängenkategorien unterteilt, im Allgemeinen nach Kurs-WDM (CWDM) und dichtem WDM (DWDM). CWDM arbeitet mit 8 Kanälen (dh 8 Glasfaserkabeln) im sogenannten "C-Band" - oder "Erbiumfenster" mit Wellenlängen von etwa 1550 nm (Nanometer oder Milliardstel Meter, dh 1550 x 10-9 Meter). . DWDM arbeitet auch im C-Band, jedoch mit 40 Kanälen im Abstand von 100 GHz oder 80 Kanälen im Abstand von 50 GHz. Noch neuere Technologien, die als Raman-Verstärkung bezeichnet werden, verwenden Licht im L-Band (1565 nm bis 1625 nm), wodurch sich diese Kapazitäten ungefähr verdoppeln.