Virtuelle Datenbank

Definition - Was bedeutet virtuelle Datenbank?

Eine virtuelle Datenbank ist eine Art Datenbankverwaltungssystem, das als Container dient, um mehrere andere Datenbanken über eine einheitliche API transparent anzuzeigen und abzufragen, die aus mehreren Quellen auswählt, als wären sie eine einzelne Entität. Diese Datenbanken werden über ein Computernetzwerk verbunden und dann wie aus einer einzigen Datenbank aufgerufen. Das Ziel einer virtuellen Datenbank besteht darin, Daten auf einheitliche Weise anzeigen und darauf zugreifen zu können, ohne sie in mehrere Datenbanken kopieren und duplizieren zu müssen oder die Ergebnisse vieler Abfragen manuell zu kombinieren.

Virtuelle Datenbanken werden auch als Verbunddatenbanken bezeichnet.

Technische.me erklärt die virtuelle Datenbank

Jede der kombinierten Datenbanken im System ist vollständig autark und funktionsfähig und kann für sich alleine funktionieren, ohne von anderen vorhandenen Datenbanken abhängig zu sein. Wenn eine Anwendung den Zugriff auf eine virtuelle Datenbank anfordert, ermittelt das System, welche der Datenbanken die vom Benutzer angeforderten Daten enthält, und leitet die Anforderung an diese Datenbank weiter. Der wichtigste und herausforderndste Teil beim Aufbau einer virtuellen Datenbank ist der Aufbau eines universellen Datenmodells, das als Karte oder Leitfaden für jede Datenquelle im Unternehmen dient.

Durch die Integration mehrerer Datenbanken in einen zentralen Container bietet eine virtuelle Datenbank viele Vorteile. Einer der Hauptvorteile besteht darin, dass es als alternative Zusammenführungstechnik für mehrere Datenbanken dient, was für die meisten Endbenutzer eine ziemlich schwierige Aufgabe ist. Es kann Entwicklern auch dabei helfen, die enge Verbindung von Anwendungen zu vermeiden, indem die Lieferanten- und Schemasperre aufgehoben wird. Anwendungen müssen nur mit der virtuellen Datenbank verbunden sein, um auf mehrere Datenbanken zugreifen zu können.