Systemnetzwerkarchitektur (sna)

Definition - Was bedeutet Systemnetzwerkarchitektur (SNA)?

Systems Network Architecture (SNA) ist die proprietäre 5-Ebenen-Designarchitektur von IBM, die 1974 für Großrechner entwickelt wurde. SNA besteht aus einer Vielzahl von Hardware- und Softwareschnittstellen, die die Kommunikation zwischen Hardware- und Softwaresystemen ermöglichen. Das 5-Ebenen-Design hat sich zu einem 7-Ebenen-Modell entwickelt, das dem international anerkannten OSI-Modell (Open Systems Interconnection) sehr nahe kommt, und unterstützt jetzt Peer-to-Peer-Netzwerke von Workstations.

SNA ist kein Programm, sondern ein vollständiger Protokollstapel (Suite), der zum Verbinden von Computern und den zugehörigen Ressourcen verwendet wird.

Technische.me erklärt die Systemnetzwerkarchitektur (SNA)

Mitte der 1970er Jahre war IBM hauptsächlich ein Hardwareanbieter, der versuchte, den Hardwareverkauf zu steigern. Zu diesem Zweck haben sie Kunden zu interaktiven terminalbasierten Systemen und zu Batch-Systemen veranlasst, die Programme ohne manuellen Eingriff ausführen. Die Strategie bestand darin, den Umsatz mit Großrechnern und Peripheriegeräten zu steigern, und SNA sollte die Hauptkosten für Nicht-Computer und andere Probleme beim Betrieb großer Netzwerke senken. Diese Probleme umfassten:

  • Kommunikationsleitungen, die nicht von Terminals gemeinsam genutzt werden, die unterschiedliche Anwendungen mit unterschiedlichen Kommunikationsprotokollen verwenden
  • Ineffiziente und zeitaufwändige Datenübertragung
  • Telekommunikationsleitungen von schlechter Qualität

SNAs sollten daher die Verbraucherausgaben für terminalbasierte Systeme auf Kosten von Telekommunikationsunternehmen erhöhen. Zu diesem Zeitpunkt konnte jede CPU nur 16 Peripheriegeräte gleichzeitig verarbeiten, und jede Kommunikationsleitung wurde als Peripheriegerät gezählt. Die Anzahl der Terminals, die ein leistungsstarker Mainframe-Computer verarbeiten konnte, war daher stark begrenzt.

Technologieverbesserungen führten zu leistungsfähigeren Kommunikationskarten, was dazu führte, dass „mehrschichtige Kommunikationsprotokolle“ vorgeschlagen wurden. Das X.25 von SNA und ITU-T wurde später zu den dominierenden Kommunikationsprotokollen.

Kritische Elemente von SNA enthalten:

  • IBM Network Control Program (NCP): Ein primitives Switching-Protokoll zum Weiterleiten von Datenpaketen ähnlich einem modernen Switch und zum Reduzieren der Einschränkungen für Kommunikationsleitungen pro CPU
  • Synchronous Data Link Control (SDLC): Ein Protokoll, das die Effizienz der Datenübertragung über eine einzelne Verbindung erheblich verbessert - ein Vorläufer der Datenpaketkommunikation, die sich zu einer modernen IP-Technologie entwickelt hat
  • Virtual Telecommunications Access Method (VTAM): Ein Softwarepaket für Anmelde-, Sitzungs- und Routingdienste innerhalb eines Mainframe-Computers
  • Durch die Weiterentwicklung von Technologien wie APPN (Advanced Peer-to-Peer Networking - eine Erweiterung von SNA) und APPC (Advanced Program-to-Program Communication - ein Protokoll auf Anwendungsebene im OSI-Modell) konnten Computer viele Terminals steuern. und SNA wurde angepasst, um moderne Peer-to-Peer-Kommunikation und verteiltes Rechnen zu handhaben.

SNA wurde seitdem größtenteils durch TCP / IP ersetzt.