Globaler Internetaustausch (gix)

Definition - Was bedeutet Global Internet Exchange (GIX)?

Global Internet Exchange (GIX) ist ein globales Netzwerk von Peer-basierten Internet-Austauschpunkten (IXP oder IX), die für den Datenverkehr zwischen Internet Service Providern (ISP) und großen Netzwerken verwendet werden. IXPs stellen die physische Infrastruktur (Router, Switches und andere Support-Geräte) bereit, die als Grundlage für den Datenverkehr zwischen ISPs dient. Dies bietet eine kostengünstige, redundante, ausfallsichere, routenbasierte Alternative mit geringer Latenz zu teureren und auf Transit basierenden Verbindungen zu hochrangigen ISPs.

Technische.me erklärt Global Internet Exchange (GIX)

Das Internet ist ein komplexes hierarchisches Netzwerk, das als globale Basis für den ISP- und Client-Datenaustausch dient. Der ISP-Verkehr wird gemäß Client-Anforderungen innerhalb anderer ISPs weitergeleitet. Clients stellen eine Verbindung zu Tier3-ISPs her, die über eine direkte Verbindung eine Verbindung zu Tier 2-ISPs herstellen, die die Interkonnektivität zwischen Tier 3-ISPs sowie die Weiterleitung des Datenverkehrs zum Tier-1-Netzwerk (Internet) gewährleisten.

Tier-2-ISPs berechnen Tier-3-ISPs für Bandbreite und Verkehrsaufkommen. Dies ist kostspielig und ineffizient und führt zu unnötiger Latenz - selbst wenn Quelle und Ziel geografisch nahe beieinander liegen. Als Alternative zu Transit-basierten Verbindungen verwenden ISPs auch IXPs für die Interkonnektivität. Diese Internet Exchange Points (IEP) bieten einen physischen Standort, an dem ISPs Datenverkehr ohne Bandbreiten- und Volumenbeschränkungen austauschen können. Beide Netzwerke befinden sich häufig in derselben Stadt, sodass eine direkte Verbindung die Latenz verringert.

Kommerzielle und Community-basierte IXPs existieren in GIX-Netzwerken. IXP-Peering-Vereinbarungen werden normalerweise unterzeichnet, um die Einrichtungskosten zu tragen. Für einen teuren Austausch müssen die Teilnehmer je nach Hafengeschwindigkeit jährlich oder monatlich zahlen. FDDI (Fibre Distributed Data Interface), ATM (Asynchronous Transfer Mode), Fast Ethernet und Gigabit Ethernet sind die am häufigsten verwendeten Technologien in GIX- und IXP-Setups. Das Border Gateway Protocol (BGP) bildet das Routing-Backbone und das Multiprotocol Label Switching (MPLS) das Switching-Backbone. Die meisten IXPs in GIX-Netzwerken überlassen die Sitzungskonfiguration einzelnen Mitgliedern, die einzelne Sitzungen miteinander kontaktieren und konfigurieren. Viele IXPs in GIX-Netzwerken implementieren auch Multi-Lateral Peering (MLP), bei dem jedes Mitglied mit einem Routenserver Peers erstellt, der Routen automatisch an andere Mitglieder verteilt, die mit dem Routenserver Peer sind.