Elektronisches Vermittlungssystem (ess)

Definition - Was bedeutet Electronic Switching System (ESS)?

Ein elektronisches Vermittlungssystem (ESS) in der Telekommunikation ist eine Telefonvermittlung, die beim Aufbau von Telefonanrufen mithilfe von Computersystemen hilft, die Telefonleitungen und digitale Elektronik miteinander verbinden können. Die Erfindung des Transistors half bei der Entwicklung elektronischer Schaltsysteme. Das elektronische Vermittlungssystem ist in der Lage, selbst Fehler zu beheben und Probleme zu identifizieren. Für die Überwachung und Wartung der Systeme sind jedoch gut ausgebildete Ressourcen erforderlich. Moderne Telefonzentralen nutzen ESS, das einen schnellen Anrufaufbau und eine Anruffreigabe ermöglicht.

Technische.me erklärt Electronic Switching System (ESS)

In einem elektronischen Vermittlungssystem wird die Steuerung von Schaltfunktionen programmgesteuert zum Speicher hinzugefügt und die zugehörigen Aktionen werden mit Hilfe des steuernden Prozessors ausgeführt. Es gibt hauptsächlich zwei Arten von elektronischen Vermittlungssystemen: zentralisierte Steuerung gespeicherter Programme und verteilte Steuerung gespeicherter Programme. Bei der zentralen Steuerung gespeicherter Programme wird ein einzelner Prozessor für die Austauschfunktion verwendet. Bei der verteilten Steuerung gespeicherter Programme gibt es keinen einzelnen oder zentralen Prozessor für die Gesamtfunktion. Es wird eher eine kleine Anzahl von Prozessoren verwendet, um die Aufgabe auszuführen.

Elektronische Vermittlungssysteme nutzen die Konzepte des elektronischen Datenprozessors und arbeiten mit Hilfe von Hochgeschwindigkeits-Vermittlungsnetzen und unter den Anweisungen eines gespeicherten Steuerungsprogramms. Das gespeicherte Steuerungsprogramm steuert die Sequenzierung und Anrufweiterleitung von Vorgängen zum Erzeugen eines Anrufs in der elektronischen Vermittlungsanlage.

Vor dem Aufkommen des elektronischen Schaltens wurde das manuelle Schalten in Telefonschaltern verwendet. Die erste Generation elektronischer Schaltsysteme verwendete in den 1950er Jahren mit Schilfrelais betriebene Metallpfade, die mit Hilfe von Steuerungssystemen für gespeicherte Programme betrieben wurden. Die spätere Generation elektronischer Vermittlungssysteme digitalisierte analoge Signale und verarbeitete die resultierende Ausgabe für die Übertragung zwischen den Zentralstellen. Die Zeitmultiplextechnologie ermöglichte signifikante Kapazitätsverbesserungen für das Telefonnetz. Das elektronische Schaltsystem Nummer Eins des Bell-Systems war das erste große elektronische Schaltsystem und wurde 1965 in Succasunna, New Jersey, USA, eingeführt.

Das manuelle Schalten hatte die großen Nachteile einer begrenzten Lebensdauer sowie einer langsamen Betriebsgeschwindigkeit für die elektromechanische Komponente. Diese wurden mit dem Aufkommen des elektronischen Schaltsystems überwunden.