Dynamische Bibliothek

Definition - Was bedeutet dynamische Bibliothek?

Eine dynamische Bibliothek ist ein Programmierkonzept, bei dem gemeinsam genutzte Bibliotheken mit speziellen Funktionen nur während der Programmausführung gestartet werden. Dies minimiert die Gesamtprogrammgröße und ermöglicht eine verbesserte Anwendungsleistung bei reduziertem Speicherverbrauch. In den meisten Softwareprogrammen ermöglicht das Verteilen bestimmter Funktionen auf verschiedene Module das Laden nach Bedarf.

Eine dynamische Bibliothek ist niemals Teil einer ausführbaren Datei oder Anwendung. Zur Laufzeit wird eine Verbindung zwischen einer dynamischen Bibliothek und einer ausführbaren Datei oder Anwendung hergestellt.

Technische.me erklärt die dynamische Bibliothek

Softwareplattformen verwenden unterschiedliche Mechanismen für die dynamische Bibliotheksimplementierung. Eine dynamische Bibliothek wird basierend auf ihrer Softwaresprache und ihrem Betriebssystem (OS) aufgerufen und aktiviert.

Die dynamische Bibliothek ist aus dem folgenden Konzept hervorgegangen: Wenn mehrere Anwendungen bestimmte Bibliotheksfunktionen über mehrere Codezeilen verwenden, ist es einfacher, verschiedene Bibliotheksversionen zu verwalten und zu aktualisieren, als entsprechende Anwendungsänderungen anzuwenden. Da eine dynamische Bibliothek mehrere Codezeilen enthält, hilft das Herstellen einer Verknüpfung beim Kompilieren, den Gesamtspeicher zu reduzieren und die Anwendungsleistung zu verbessern.

Eine dynamische Bibliothek wird zur Laufzeit oder beim Start in den Adressraum geladen. Beim Laden zur Ausführungslaufzeit wird eine dynamische Bibliothek als "dynamisch geladene Bibliothek" oder "dynamisch verknüpfte Bibliothek" bezeichnet. Beim Laden beim Start wird eine dynamische Bibliothek als "dynamisch abhängige Bibliothek" bezeichnet.