Datenwörterbuch

Definition - Was bedeutet Datenwörterbuch?

Ein Datenwörterbuch ist eine Datei oder eine Reihe von Dateien, die die Metadaten einer Datenbank enthalten. Das Datenwörterbuch enthält Datensätze zu anderen Objekten in der Datenbank, z. B. Dateneigentum, Datenbeziehungen zu anderen Objekten und andere Daten.

Das Datenwörterbuch ist eine wichtige Komponente jeder relationalen Datenbank. Es bietet zusätzliche Informationen zu Beziehungen zwischen verschiedenen Datenbanktabellen, hilft bei der übersichtlichen und leicht durchsuchbaren Organisation von Daten und verhindert Datenredundanzprobleme.

Ironischerweise ist es aufgrund seiner Bedeutung für die meisten Datenbankbenutzer unsichtbar. In der Regel interagieren nur Datenbankadministratoren mit dem Datenwörterbuch.

Ein Datenwörterbuch wird auch als Metadaten-Repository bezeichnet.

Technische.me erklärt Data Dictionary

Ein Datenwörterbuch enthält Informationen zu Attributen oder Feldern eines bestimmten Datensatzes. In einer relationalen Datenbank enthalten die Metadaten im Datenwörterbuch Folgendes:

  • Namen aller Tabellen in der Datenbank und ihrer Besitzer.

  • Namen aller Indizes und der Spalten, auf die sich die Tabellen in diesen Indizes beziehen.

  • In Tabellen definierte Einschränkungen, einschließlich Primärschlüssel, Fremdschlüsselbeziehungen zu anderen Tabellen und Nicht-Null-Einschränkungen.

  • Zusätzliche physische Informationen zu den Tabellen, einschließlich Speicherort, Speichermethode usw.

Beispielsweise kann die Datenbank einer Geschäftsbank, die Informationen über Kunden enthält, Attribute für Kundenname, Geburtsdatum, Straße, finanzielle Einsparungen, Konto- und Kreditkartennummer, Kredite usw. enthalten.

Jedes Attribut belegt eine Zeile in einer Tabelle, während verschiedene Spalten zusätzliche Elemente enthalten, die dieses Attribut beschreiben (unabhängig davon, ob es für einen Datensatz optional oder erforderlich ist, den Datentyp, seinen Speicherort usw.).

Ein Datenwörterbuch könnte wie folgt aussehen:

Für die meisten relationalen Datenbankverwaltungssysteme (RDBMS) benötigt die Datenbankverwaltungssystem-Software das Datenwörterbuch, um auf die Daten in einer Datenbank zugreifen zu können. Beispielsweise muss die Oracle DB-Software in eine Oracle DB lesen und schreiben. Dies kann jedoch nur über das für diese bestimmte Datenbank erstellte Datenwörterbuch erfolgen.

Nach dem Datenbankbeispiel der obigen Bank möchte der Administrator beispielsweise ermitteln, in welcher Tabelle Informationen zu Krediten enthalten sind. Wenn er eine fundierte Vermutung anstellt, dass die Tabelle höchstwahrscheinlich das Wort "LOAN" enthält, würde er die folgende Abfrage im Datenwörterbuch ausgeben (die erste Abfrage bezieht sich auf eine Oracle-Datenbank, die zweite auf eine SQL Server-Datenbank):

  • SELECT * FROM DBA_TABLES WHERE TABLE_NAME LIKE '% LOAN%';

  • SELECT * FROM SYSOBJECTS WHERE TYPE = 'U' UND NAME LIKE '% LOAN%';

Ein Datenwörterbuch kann entweder aktiv oder passiv sein. Es kann vorkommen, dass die Struktur der Datenbank geändert werden muss, um beispielsweise neue Attribute hinzuzufügen oder veraltete zu entfernen. Wenn diese Änderungen im Datenwörterbuch vom Datenbankverwaltungswörterbuch automatisch aktualisiert werden, ist das Datenwörterbuch aktiv.

Wenn der Datenbankmanager das Datenwörterbuch als separate Entität verwaltet, die manuell aktualisiert werden muss, wird es als passives Datenwörterbuch bezeichnet. Passive Datenwörterbücher erfordern nicht nur die Synchronisierung zusätzlicher Arbeit, sondern sind auch fehleranfällig, wenn die Daten in der Datenbank und im Wörterbuch nicht mehr übereinstimmen.