Benutzerexit

Definition - Was bedeutet User Exit?

Ein Benutzerexit ist ein Punkt in einem Computerprogramm, an dem ein Benutzer ein benutzerdefiniertes Programm aufrufen kann, um die vom Programmanbieter bereitgestellte Standardunterroutine zu ersetzen.

User-Exits sind Routinen, mit denen benutzerdefinierte Programme hinzugefügt werden können, ohne das Standardprogramm und seine Funktionen zu beeinträchtigen. Wenn ein Softwarepaket für ein bestimmtes vordefiniertes Ereignis ausgeführt wird, kann ein Programm eine Unterroutine aufrufen. Wenn ein Benutzerexit definiert ist, kann die Standardunterroutine durch eine vom Paketclient angepasste ersetzt werden, um angepasste Funktionen hinzuzufügen.

User-Exits sind wichtig, da sie die standortspezifische Anpassung erleichtern, ohne die bereits vorhandenen benutzerdefinierten Funktionen zu beeinträchtigen. Sie unterstützen auch Software-Upgrades und Folgeversionen.

Technische.me erklärt User Exit

Beispielsweise kann ein durch ein Sortier- / Zusammenführungspaket gegebener Benutzerexit durch ein Benutzerprogramm ersetzt werden, das eine eigene Unterroutine für eine Datensatzvergleichsaufgabe bereitstellt. Die dem Paket beiliegende Standardroutine (vom Paketanbieter bereitgestellt) wird somit durch die vom Benutzer bereitgestellten Verfahren ersetzt. Diese Prozeduren werden häufig in eine statische Bibliothek kompiliert und direkt mit dem Paket verknüpft, um ein Programm zu generieren, das ausgeführt werden kann. Dies kann auch mit dynamischen Bibliotheken erfolgen. Wenn der vom Softwarehersteller bereitgestellte Standard-Exit durch eine benutzerdefinierte Unterroutine ersetzt wird, muss der Benutzer sicherstellen, dass er mit dem Softwarepaket verbunden ist und mit den definierten Parametern für den Standard-Benutzer-Exit übereinstimmt.

Unternehmen wie SAP, Oracle, HP, Macro4, Compuware und CA haben in einigen ihrer Softwareprodukte User-Exits implementiert. Zu den Anwendungen, die User-Exits bereitstellen, gehören das Sortier- / Zusammenführungspaket von IBM, SAP R3, IBM CICS, IBM JES 2 und 3, IBM MVS, SMS z / OS und Oracle CC & B.